Wird die Super League langweilig?

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Wird die Super League langweilig?

Beitrag von Peter am Di Okt 18, 2016 1:08 am

Man kann sich schon fragen - wird die Super League langweilig? Oder gibt es im Kampf um die Ränge 2-10 genug Spannung?

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Re: Wird die Super League langweilig?

Beitrag von Peter am So Nov 06, 2016 11:46 am

Hier habe ich ein interessanten Artikel in der NZZ gelesen: http://www.nzz.ch/meinung/schweizer-klubfussball-einfach-nicht-finanzierbar-ld.126536

Das Fazit: Der Schweizer Fussball ist nicht finanzierbar. Man könnte auch böse sagen: War er noch nie, mal mehr, mal weniger. Zwar können wir den FCB jetzt als hochprofitablen Klub aufführen, das ist aber ein relativ neues Phänomen. Jahrelang wurde der Klub von Gigi Oeri alimentiert, und dies obwohl er seit Jahr und Tag das zahlreichste Publikum hat. Profitabel wird er unverzichtbar aber auch durch die Einnahmen aus den Europacups und einem Transferüberschuss, der 2015 17 Mio Fr. betrug. Per Saldo betrugen die Zusatzeinnahmen aus der Europacups 15 Mio Fr. Das reichte also zur Deckung des strukturellen Defizits von 20 Mio aus.

Erwähnen tut der Artikel auch die ewige Modusdiskussion und lehnt ihn als Heilmittel ab. Meiner Meinung nach ist das allerdings offen - die Spannung, die der alte Modus mit dem Strich, der Punktehalbierung und der (allerdings bei vielen unbeliebten) Auf-Abstiegsrunde mit sich brachte, fehlt halt im neuen Modus mehr, vor allem nach der Streichung der Barrage, die sich auch negativ auf die Spannung in der Challenge League auswirkt, denn wie es diese Saison aussieht, der FCZ wird die Sache klar machen und schon Rang zwei wird unbedeutend.

Und dann natürlich der Aspekt der Erweiterung auf mehr, vielleicht wieder 16 oder gar 18 Mannschaften? Dann spielt man gegen jeden Gegner nur einmal.

Der Artikel streicht auch recht gut heraus, wie bei manchen Klubleitungen der Sparwille da ist, aber durch schlechte Ergebnisse wieder Druck zum Geldausgeben kommt. Eine Quadratur des Kreises.

Wie sieht der Ausweg aus?

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Re: Wird die Super League langweilig?

Beitrag von Hanswasheiri am So Nov 06, 2016 12:10 pm

Danke für den link, Peter. Interessant ein anderer Artikel aus der NZZ: http://www.nzz.ch/sport/fussball/super-league-nicht-in-bestform-ld.126552

Darin äussern sich sieben Präsidenten von SL und Challenge L zur aktuellen Situation. Man ist geneigt zu sagen: 7 Präsis, 8 Meinungen. Canepa zähle ich nicht, der hat ja nur gesagt dass er nix sagt.

Jeder Modus hat seine Vor- und Nachteile. Das Publikum will sicher mehr Spannung, will auch Kampf sehen. Söldnermannschaften sind da ein Problem, aber was wollen wir machen. Unsere besten Spieler spielen auch alle im Ausland.

Ein Modus mit mehr Spannung wäre gut, diese Idee gefällt verständlicherweise Bernhard Heusler nicht so, wenn es darauf hinauslaufen sollte, dass der Meister im Cupstil ermittelt werden sollte.

Fazit: Irgendwie ist das wie mein Nick: Hans was Heiri.

Wenn das Hauptproblem die Finanzen sind, nun ja, dann hilft wohl nur Finanzdisziplin - und es den Fans auch klar kommunizieren, wenns nicht läuft. Aber das ist ja beileibe nix neues.

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Re: Wird die Super League langweilig?

Beitrag von Panzerknacker am Mo Nov 21, 2016 11:48 pm

Hier ein Artikel in der BaZ: http://bazonline.ch/sport/fussball/das-nervt-am-schweizer-fussball/story/28302791

Da sagen immerhin 70% der von 3142 Abstimmenden, der Schweizer Fussball habe ein Krawallproblem. Also, ich weiss nicht, ist das nicht ein wenig vom Artikel beeinflusst oder wird das was verschwiegen? Also, so viel Krawall habe ich jetzt nicht mitbekommen.
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Re: Wird die Super League langweilig?

Beitrag von thedarkproject am Fr Dez 02, 2016 2:49 pm

Peter schrieb:

Das Fazit: Der Schweizer Fussball ist nicht finanzierbar. Man könnte auch böse sagen: War er noch nie, mal mehr, mal weniger.


Dem muss man leider Zustimmen. Auch die derzeitig sehr rosige Situation beim FCB ist eher Anomalie. Man sollte sich keineswegs daran gewöhnen. Sollten wir dieses Jahr nicht europäisch überwintern (was ziemlich wahrscheinlich ist) und sollte sich sowas in den nächsten Jahren wiederholen (was auch sehr wahrscheinlich ist, da die Konkurrenz in der erweiterten europäischen Spitze/Mittelklasse nicht schläft) befinden wir uns schnell in sehr ungemütlichen Gewässern. Dabei muss man bedenken, dass nicht nur die CL-/EL-Einnahmen per se sinken, sondern auch Transfererlöse, Marktwerte der Spieler und die Attraktivität des Klubs für Talente. Alles Dinge, die sich sowohl sportlich als auch finanziell äussern werden.


Peter schrieb:

Erwähnen tut der Artikel auch die ewige Modusdiskussion und lehnt ihn als Heilmittel ab. Meiner Meinung nach ist das allerdings offen - die Spannung, die der alte Modus mit dem Strich, der Punktehalbierung und der (allerdings bei vielen unbeliebten) Auf-Abstiegsrunde mit sich brachte, fehlt halt im neuen Modus mehr, vor allem nach der Streichung der Barrage, die sich auch negativ auf die Spannung in der Challenge League auswirkt, denn wie es diese Saison aussieht, der FCZ wird die Sache klar machen und schon Rang zwei wird unbedeutend.

Und dann natürlich der Aspekt der Erweiterung auf mehr, vielleicht wieder 16 oder gar 18 Mannschaften? Dann spielt man gegen jeden Gegner nur einmal.


Bei den Liga-Modi die vorgeschlagen werden, ist es meiner Meinung nach ein wenig wie Pest und Cholera. Einerseits ist es langweilig, 4 mal gegen die selben 9 Mannschaften zu spielen. Allerdings gäbe es bei einer Aufstockung Spiele gegen Le Mont, Wohlen oder ähnlich, die zuschauertechnisch wohl keinen grossen Anklang finden würden. Einen kleinen Vorgeschmack könnte man erhalten, wenn man nach Österreich schaut. Die ändern ab 2018/2019 ihren Modus zu 12er Liga ab (sie heutige derstandard online Ausgabe im Sportteil http://derstandard.at/2000048651655/Bundesliga-Reform-fix1216-ab-Saison-201819 - darf noch keine externen Links posten Wink) mal sehen, was es für Auswirkungen dort hat.

Peter schrieb:
Wie sieht der Ausweg aus?

Vorgeschlagene Fusionen mit anderen vergleichbaren Ligen sind für mich keine Option. Um die sportliche Ausgeglichenheit zu gewährleisten, könnte man evtl. an ein Drafting System denken, wie es zb in NBA/NHL es benutzen. Um dem Zuschauerschwund entgegenzuwirken braucht es a) moderne Stadien (ein Punkt der zu grossen Teilen erfüllt ist) und b) tiefere Preise, und c) mehr Identifikation mit schweizer Mannschaften. Ich kenne Leute, die Fahren mehrmals im Jahr nach München um Bayern-Matches zu sehen, würden aber nie auf die Idee kommen, Super-League Stadien zu besuchen. Wie man diese Identifkation stärken könnte weiss ich allerdings auch nicht.
Finanziell muss am ehesten an der Vermarktung der TV-Rechte gearbeitet werden. Meiner Meinung nach verkauft sich die Schweizer Liga da deutlich unter Wert. Diese Gelder könnten an die Teilnehmenden Klubs ausgezahlt werden.

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Re: Wird die Super League langweilig?

Beitrag von Admin am Fr Dez 02, 2016 11:57 pm

thedarkproject schrieb:- darf noch keine externen Links posten Wink)

Ich habe jetzt den link eingefügt - ansonsten schaue ich morgen im Support Forum nach, wie man das abstellen kann. Das ist ja für Neumitglieder, die weniger als 7 Tage da sind - das ist aber mühsam, ist uns schon aufgefallen, wollen wir ändern. Bis dahin bitte im Text möglichst genau beschreiben - webadresse und dazwischen irgendwo ein Leerschlag, dann finden wir das und fügen es ein.

Ansonsten - ja, der Österreichermodus, den sie sich ausdenken ist derjenige, denn es bei uns auch schon gab, 1976-79. Die Punkteteilung sorgt für mehr Spannung, auch wenn es schon stimmen dürfte, sportlich diskutabel, aber am Schluss gewinnt wohl doch meist der Bessere.

Eine andere interessante Variante kennt Belgien, mit einer 16er Liga. 30 Spiele, dann Finalrunde mit 4 Mannschaften, zwei Gruppen der Mannschaften 5-12, die um einen EL Platz spielen (Sieger der Gruppen spielen eine Barrage) und eine Abstiegs Vierergruppe.

Das, was der Artikel schreibt stimmt in jedem Fall: Man wir es nicht allen recht machen.

Auch bei den modernen Stadien habe ich jetzt die Diskussion gehört, dass sie teuer im Unterhalt sind und auch nicht immer mehr Zuschauer bringen. So leidet Thun unter einem Zuschauerschwund. Bestes Gegenbeispiel ist das Brügglifeld, das ja etwas heimeliges hat. Beim FCB hat ja das neue Stadion den Quantensprung gebracht, aber eben, das Basler Publikum ist halt auch ein spezielles. Und dann ist ja da auch immer vom strukturellen Defizit die Rede, das Erfolge in den europäischen Wettbewerben und Transfergewinne erfoderte. Tja.

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