Urs Fischer - Trainer des FC Basel (FCB) seit Juni 2015

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Re: Urs Fischer - Trainer des FC Basel (FCB) seit Juni 2015

Beitrag von Marek am So Dez 18, 2016 1:41 am

Ja, so wie Erasmus sehe ich das auch. Und ja, es stimmt, die PKs und Interviews sind nur das ,was wir nach aussen sehen. Und dann ist eben die Frage, was aus diesem Kader wirklich herausgeholt werden kann. Manche sagen, wir haben ein Superkader, ich bin da nicht so überzeugt.

Jedenfalls bin ich der Meinung, Urs Fischers Leistung ist nicht so schlecht. Aber wirklich sicher sein kann da keiner.

Marek

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Re: Urs Fischer - Trainer des FC Basel (FCB) seit Juni 2015

Beitrag von Erasmus am Di Dez 20, 2016 11:21 pm

Ich bin so frech und kopiere hier einen Post aus dem altbekannten FCB-Forum, wo der Trainer ja wegen wirklich allem die Schuld in die Schuhe geschoben bekommt. Der Post ist von Quo und als Antwort an einen der ewigen Nörgeler gedacht. Ich finde den Post ausgezeichnet. Ich hoffe, Quo nimmt es mir nicht übel, dass ich mich seines Textes bediene.

Quo schrieb:Sorry, wie viele Argumente erwartest du denn? Das Hauptkriterium, das ein Trainer erfüllen muss, ist Erfolg zu haben. Der Erfolg misst sich an den Zielen, die man sich steckt.
Das wichtigste Ziel für den FCB ist ganz klar der Gewinn der Meisterschaft, weil dieses Ziel ermöglicht, in der CL (oder zumindest die Qualifikation dazu) mitzuspielen.
Ein zweites Ziel ist der Gewinn des CH-Cups, dessen Erreichung für den Club aber weitaus weniger wichtig ist als die Meisterschaft. Ausserdem ist dieses Ziel auch deutlich schwieriger zu erreichen, weil da in der Regel ein einziges Spiel über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Und in einem einzigen Spiel können wohl noch ganz andere Faktoren als der Trainer eine wichtige Rolle spielen (Glück, Schiri-Entscheide, Tagesform,...).
Ein drittes Ziel beim FCB heisst europäisch überwintern. Um dieses Ziel zu erreichen, leistet man sich ein ziemlich teures Kader. Es ist aber noch schwieriger zu erreichen als das zweite Ziel, weil wiederum ein bis zwei Spiele über die Erreichung des Ziels entscheiden, die Gegner aber stärker einzustufen sind als beim CH-Cup.
Wenn wir davon ausgehen, dass UF mindestens zwei Saisons beim FCB bleiben wird, hat er also sechs Ziele zu erreichen (2 x Meisterschaft, 2 x CH-Cup, 2 x europäisch überwintern). Letztes Jahr hat er den CH-Cup nicht gewonnen und diese Saison nicht europäisch überwintert. Sollte er diese Saison den CH-Cup wieder nicht gewinnen und dafür Meister werden, hat er die Hälfte der Ziele erreicht, wobei er das wichtigste Ziel (die Meisterschaft!) jedes Mal schaffte. Sollte er die Meisterschaft noch verspielen und dafür den CH-Cup gewinnen , sieht seine Bilanz immer noch ausgeglichen aus, er hätte aber das erklärte Hauptziel verpasst und der Vertrag mit ihm dürfte kaum verlängert werden. Sollte sogar CH-Cup und Meisterschaft verloren gehen, wäre seine Bilanz negativ und der Vorstand dürfte wohl nicht an ihm festhalten. Gewinnt er aber Meisterschaft und Cup, ist seine Bilanz positiv und dann dürfte es schwierig werden zu erklären, warum sein Vertrag trotzdem nicht verlängert wird!
Natürlich gibt es noch weniger gut messbare Ziele, z.B. Entwicklung der Mannschaft. Fakt ist, dass in dieser Saison bisher mehr Punkte erreicht, mehr Tore erzielt und weniger Gegentore kassiert wurden als letzte Saison. Ob der Mannschaft nun deswegen eine bessere oder schlechtere Spielweise attestiert wird, ist eine rein subjektive Beurteilung.
Ein anderes Ziel könnte sein: Einbau von (eigenen) Nachwuchsspielern. Itten und Ajeti kamen zu einzelnen Einsätzen unter UF. Bei beiden kam man zum Schluss, dass ihnen ein oder zwei Saisons bei einem anderen SL-Club helfen würde, einen Platz in der 1.Mannschaft zu erobern. Leider liess sich Ajeti nicht auf dieses Leihgeschäft ein. Cümart kam ebenfalls zu Einsätzen unter Fischer. Von den „auswärtigen“ Jungen war Akanji vor seiner Verletzung nahe an der Startelf. Balanta wurde auf Anhieb eine Teamstütze, Elyounoussi und Riveros sind auf dem besten Weg, solche zu werden, Fransson hatte auch schon mehrere Gelegenheiten sich zu zeigen.
Von der Clubleitung wird UF ausserdem explizit für seine Teamführung gelobt (was z.B. bei Vogel und Yakin wohl Hauptgründe für die Trennung waren) und ich denke nicht, dass irgendein User dies besser beurteilen kann als BH und GH.
Fassen wir also zusammen:
- Die Erfolgsbilanz von UF wird wohl zumindest ausgeglichen ausfallen.
- Die Mannschaft entwickelt sich weiter, sofern man sich an Fakten und nicht an Bauchgefühlen orientiert.
- Es werden junge Spieler in die 1.Mannschaft eingebaut.
- Die Spieler scheinen mit UF klar zu kommen.

Reichen diese Argumente tatsächlich nicht aus, um einen Trainer etwas wohlwollender zu kritisieren als es hier einzelne User tun? Ist das rein subjektive Argument der „unattraktiven Spielweise“ tatsächlich so viel wichtiger als die oben Genannten?
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Re: Urs Fischer - Trainer des FC Basel (FCB) seit Juni 2015

Beitrag von Peter am Di Dez 20, 2016 11:36 pm

Hehe, Gedankenübertragung, ich dachte auch daran. Ich schiele auch noch dann und wann darüber, auch wenn das meiste nicht mehr lesbar ist, die eine oder andere Rosine kann man immer noch rauspicken.

Ein paar kleine Nuancen sehe ich schon anders als Quo. Der Cup ist wirklich nur eine Dreingabe, wenn die Meisterschaft flöten geht, ist der Cup sicher kein adequater Ersatz. Auch für den relativen Misserfolg dieses Jahrs im Europacup ist er nur ein kleines Pflaster, auch finanziell, da wird es jetzt dank dem FCZ Heimspiel ein wenig interessant, und je nachdem mit einem interessanten Halb- und Vollfinal.

Seine Bilanz, egal wie gut sie sein wird, wird nicht so gut sein, wie diejenige von Murat Yakin 2014, denn selbst wenn er den Cup und damit das Double gewinnt, Muri kam damals international drei Runden weiter und bis in den Cupfinal. Und trotzdem musste er gehen.

Ansonsten gehe ich mit Quo einig und hoffe ihn auch hier zu sehen - kopiert gerne Eure Beiträge, wenn sie passen, allenfalls sind nur kleine Anpassungen nötig. Sind ja Euer geistiges Eigentum, das dürft Ihr verfügen, auch Zitate sind im Rahmen des Zitierrechtes möglich.

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Re: Urs Fischer - Trainer des FC Basel (FCB) seit Juni 2015

Beitrag von Marek am So Feb 05, 2017 10:03 pm

Wenn man der Presse glaubt, stehen fast so etwas wie 18+1+n Endspiele für auf dem Programm - und dabei nicht nur um Punkte, sondern um attraktiven Fussball und die Weiterentwicklung junger Spieler. Neben den !8 Meisterschaftsspielen das Cupspiel gegen den FCZ und dann hoffentlich noch den Halbfinal und den Final (in Bern dieses Jahr?).

Ich glaube nicht, dass es schon jemals eine solche Ausgangslage bei einem Trainer gab. Dem verwöhnten Basler Publikum, die superkritischen Medien unter der Führung vom Blick aber auch schon unter der Gefolgschaft einiger Medien.

Schwer zu sagen, inwieweit die Medien die "schlechte Stimmung" nur wiedergegeben haben oder vielleicht verstärkt oder gar angefacht haben. Ich finde aber die Berichterstattung einfach zu sehr Trainerlastig, das andere wird einfach ausgeblendet.

Gerade, die Wahl von Celestini als Coach des Jahres - daraus macht man eine Antifischer Story, statt einfach es dem Mann zu gönnen und zu sagen, es kann ja nicht jeder gewinnen. Man hätte auch eine Antipetkovic-Kampange draus machen können.

So gesehen hat ihm sicher gestriger Siege gegen Lugano gut getan, der lupenreine Hattrick von El Younoussi hilft auch gegen den ewigen Vorwurf, es werden zu wenige Junge eingesetzt.

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Re: Urs Fischer - Trainer des FC Basel (FCB) seit Juni 2015

Beitrag von Peter am Mo März 20, 2017 10:48 am

Währen nach wie vor über Fischer diskutiert wird, und sowohl Baz als auch Blick versuchen, das Haar in der Suppe zu finden, scheint man bei der basellandschaftlichen Zeitung ihm der Rücken stärken zu wollen:

http://www.basellandschaftlichezeitung.ch/sport/basel/urs-fischer-nimmt-kurs-auf-den-punkterekord-von-christian-gross-131131654

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Re: Urs Fischer - Trainer des FC Basel (FCB) seit Juni 2015

Beitrag von Quo am Fr Apr 14, 2017 1:14 pm

Seit 4 Tagen wissen wir, dass UF nächste Saison nicht mehr FCB-Trainer sein wird, und in diesem Forum ist das noch immer kein Thema! Ich denke, es wird ganz ganz schwierig, hier einen regelmässigen Meinungsaustausch zu erreichen.
Trotzdem: Ich möchte UF an dieser Stelle ganz herzlich für seine Arbeit beim FCB danken! Seine menschliche Art kam offensichtlich beim Team besser an als bei vielen Fans, deren Ansprüche meiner Meinung nach einfach zu hoch sind. Ich frage mich, wie lange es dauern wird, bis auf dem Nachfolger von UF herumgehackt wird.
UF wünsche ich jedenfalls für die Zukunft alles Gute (Für mich wäre er der ideale Trainer für den FC SG!).

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Re: Urs Fischer - Trainer des FC Basel (FCB) seit Juni 2015

Beitrag von Marek am Fr Apr 14, 2017 3:03 pm

Nun ja, es gibt hier wenige User und wohl wartet der eine auf den anderen, dass er was schreibt. Schön, dass Du das hier belebst, Quo. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass eine Alternative gut tut, aber solange es nur ganz wenige gibt, die das hier unterstützen, kommts halt nicht vom Fleck.

Aber zum Thema.

Es wird ja in den verschiedenen Plattformen - Artikel zur Baz, Blick, Tawo und fcbforum sehr viel geschrieben, da kann man die Übersicht verlieren. Also, Dein Post motiviert mich dazu, mal eine Zusammenfassung des geschehenen zu geben. Ich habe mich auch im fczforum rumgeschaut, auch dort hat es einige interessante Kommentare und Aspekte.

Letztlich muss mal auch als jemand, der für Fischer Sympathien hat, eingestehen, dass die Kritiker seit dem Out im Europacup die Mehrheit haben. Ein Zurückbleiben hinter einem Vertreter aus Bulgarien, sei es auch noch so knapp und sei auch noch so klar, dass dieser aufgerüstet hat und westeuropäische Überheblichkeit nicht am Platz ist, ist halt für die Mehrheit ein Nogo.

National hat man resultatmässig sicher überzeugt, aber auf dem Platz - sicher auch der defensiven Einstellung der Gegner - waren es zu oft Arbeitssiege statt Feuerwerke.

Die beiden Spiele zuletzt, in Winterthur beim Letzten der Challenge League und gegen YB zu Hause waren halt auch keine Offenbarung.

Das liegt sicher in erster Linie am Kader - es hat schon Christian Gross im Sportpanorama letzten Herbst schon gesagt, es fehlen kreative und aggressive Leader. Daran kann eigentlich auch der beste Trainer nicht viel ändern. Im Gegenteil, vielleicht ist es richtig, da vorsichtiger zu sein.

Allerdings lässt sich das Argument, er könnte bei so einem grossen Vorsprung etwas mutiger sein - teilweise hat man das immerhin jetzt im Frühjahr gesehen. Aber hier steht er sich vielleicht doch ein wenig selbst im Wege, ist vielleicht mental halt doch nicht ganz dafür der richtige - ein vorsichtiger Mensch, er hat ja eigentlich auch keine grossen Sprünge in der Karriere gemacht - 7 Jahre Juniorentrainer beim FCZ, dann zwei Jahre Cheftrainer, dann Trainer in Thun.

Aber sicher ist, da ist man im FCB Publikum auf sehr sehr hohem Niveau unzufrieden. Auch der Vorwurf, er würde zu wenig Junge einbauen - ja, was wenn es einfach nicht soviele talentierte Junge gibt? Die Ausnahmegeneration von Shaqiri, Granit und Embolo gibt es nicht alle Jahre.

Ich sehe das hier in Tschechien - da gab es die beigesternde Generation um Pavel Nedvěd (Juve), Karel Poborský (Benfica), Petr Čech (Chelsea, Arsenal), Tomáš Rosický (Dortmund, Arsenal), Zdeněk Grygera (Ajax, Juve), Vladimír šmicer (Liverpool) und Jan Koller (Dortmund). Das Kader der WM 2006 zählte gerade mal einen einzigen Spieler aus der tschechischen Liga.

Und heute? Darida bei Hertha Berlin und Suchý und Vaclík vom FCB. Dann ist einer nach China gegangen. Das ist alles. Brutal gesagt, nicht einmal ganz Tschechien würde für das Kader des FCB genügen.

Beim FCZ Forum hat es einer richtig gesagt: die ausgeliehenen FCB Spieler (Cümart, Hunziker, Itten) sind ja keine Renner in der Super League. Entweder ist die Ausbildung nicht so gut, oder es gibt schlicht keine Talente. Beides kann man Fischer nicht anlasten.

Nun, auch ich gönne Urs Fischer alles gute - und hoffentlich kriegt er die Abfindung, die er ja, so munkelt man ja, schon bekommen sollte, da ja die Optionsbedingung erfüllt wurde, die da wohl wirklich "nur" Meistertitel war.

Im FCZ Forum meinte man auch, er wäre wohl für den FCSG der richtige, war ja auch 8 Jahre dort. Finde ich auch. Oder Rapid Wien, wie man auch schon gehört hat. Wäre mal was anderes und Wien ist eine schöne Stadt.

Er wirkte ja schon etwas angeknackst immer mal wieder. Vermutlich kann er die Kritik, die vor allem der Blick und von Rohr immer wieder geäussert haben, nicht verstehen. So kann er vielleicht ganz froh sein, wenn er den Zirkus los ist.

Es waren ja schon die Spielbesprechungen im Fernsehen nach den CL Spielen, die irgendwo klar machten, dass ein Sportchef Streller kaum Fischer im Amt belassen würde. Die Kritik fand ich aber auch übertrieben. Streller kann schon meinen, man solle mutiger spielen, unter Fink war das auch tatsächlich so. Nur eben- da war das Kader ein anderes.

Ich würde behaupten, auf fast jedem Posten war man wenigstens um etwas besser besetzt als heute. Im Tor mag der Unterschied sehr gering sein, aber gerade im Leader und Kreativitätsbereich schon sehr gross. Alles zusammengerechnet ist das eben sehr viel.

Streller hat nie eine Mannschaft trainiert, Fischer über 13 Jahre. Schade, dass er sich von Streller dort in die Ecke hat drängen lassen. Nur hat er leider wohl das Kader schützen wollen.

Wie auch immer, auch von meiner Seite vielen Dank und alles Gute an Urs Fischer. Der Artikel der Tageswoche gibt das sehr gut wieder:

http://www.tageswoche.ch/de/2017_15/sport/747302/Urs-Fischer-%E2%80%93-besser-als-sein-Ruf.htm

Dagegen haut von Rohr in der Baz noch mal auf die Pauke:
http://bazonline.ch/sport/fussball/die-trennung-von-urs-fischer-ist-logisch-und-richtig/story/28891733#



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Re: Urs Fischer - Trainer des FC Basel (FCB) seit Juni 2015

Beitrag von Admin am Fr Apr 14, 2017 4:19 pm

Quo schrieb:Seit 4 Tagen wissen wir, dass UF nächste Saison nicht mehr FCB-Trainer sein wird, und in diesem Forum ist das noch immer kein Thema! Ich denke, es wird ganz ganz schwierig, hier einen regelmässigen Meinungsaustausch zu erreichen.

Ja, da hast Du Recht, Quo. Aber ich will mich bessern, und wenigstens hin und wieder was schreiben, aber ist halt schon so, es machen hier wenige mit und da ist es dann eine Sysyphusarbeit, Leute zu gewinnen.

Ansonsten Dein und Mareks Post zu Urs Fischer: absolute Zustimmung.

Auch von meiner Seite vielen Dank und alles Gute.

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Re: Urs Fischer - Trainer des FC Basel (FCB) seit Juni 2015

Beitrag von Admin am Fr Apr 14, 2017 4:24 pm

Hier auch nochmal ein interessanter Artikel, indem Urs Fischer dazu Stellung nimmt, wie das ganze abgelaufen ist:

http://www.tageswoche.ch/de/2017_15/sport/747624/Urs-Fischer-%C2%ABAus-meiner-Sicht-ist-das-absolut-schade%C2%BB.htm

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Re: Urs Fischer - Trainer des FC Basel (FCB) seit Juni 2015

Beitrag von Quo am Fr Apr 14, 2017 9:29 pm

Marek schrieb:Nun ja, es gibt hier wenige User und wohl wartet der eine auf den anderen, dass er was schreibt. Schön, dass Du das hier belebst, Quo. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass eine Alternative gut tut, aber solange es nur ganz wenige gibt, die das hier unterstützen, kommts halt nicht vom Fleck.

Aber zum Thema.

Es wird ja in den verschiedenen Plattformen - Artikel zur Baz, Blick, Tawo und fcbforum sehr viel geschrieben, da kann man die Übersicht verlieren. Also, Dein Post motiviert mich dazu, mal eine Zusammenfassung des geschehenen zu geben. Ich habe mich auch im fczforum rumgeschaut, auch dort hat es einige interessante Kommentare und Aspekte.

Letztlich muss mal auch als jemand, der für Fischer Sympathien hat, eingestehen, dass die Kritiker seit dem Out im Europacup die Mehrheit haben. Ein Zurückbleiben hinter einem Vertreter aus Bulgarien, sei es auch noch so knapp und sei auch noch so klar, dass dieser aufgerüstet hat und westeuropäische Überheblichkeit nicht am Platz ist, ist halt für die Mehrheit ein Nogo.

National hat man resultatmässig sicher überzeugt, aber auf dem Platz - sicher auch der defensiven Einstellung der Gegner - waren es zu oft Arbeitssiege statt Feuerwerke.

Die beiden Spiele zuletzt, in Winterthur beim Letzten der Challenge League und gegen YB zu Hause waren halt auch keine Offenbarung.

Das liegt sicher in erster Linie am Kader - es hat schon Christian Gross im Sportpanorama letzten Herbst schon gesagt, es fehlen kreative und aggressive Leader. Daran kann eigentlich auch der beste Trainer nicht viel ändern. Im Gegenteil, vielleicht ist es richtig, da vorsichtiger zu sein.

Allerdings lässt sich das Argument, er könnte bei so einem grossen Vorsprung etwas mutiger sein - teilweise hat man das immerhin jetzt im Frühjahr gesehen. Aber hier steht er sich vielleicht doch ein wenig selbst im Wege, ist vielleicht mental halt doch nicht ganz dafür der richtige - ein vorsichtiger Mensch, er hat ja eigentlich auch keine grossen Sprünge in der Karriere gemacht - 7 Jahre Juniorentrainer beim FCZ, dann zwei Jahre Cheftrainer, dann Trainer in Thun.

Aber sicher ist, da ist man im FCB Publikum auf sehr sehr hohem Niveau unzufrieden. Auch der Vorwurf, er würde zu wenig Junge einbauen - ja, was wenn es einfach nicht soviele talentierte Junge gibt? Die Ausnahmegeneration von Shaqiri, Granit und Embolo gibt es nicht alle Jahre.

Ich sehe das hier in Tschechien - da gab es die beigesternde Generation um Pavel Nedvěd (Juve), Karel Poborský (Benfica), Petr Čech (Chelsea, Arsenal), Tomáš Rosický (Dortmund, Arsenal), Zdeněk Grygera (Ajax, Juve), Vladimír šmicer (Liverpool) und Jan Koller (Dortmund). Das Kader der WM 2006 zählte gerade mal einen einzigen Spieler aus der tschechischen Liga.

Und heute? Darida bei Hertha Berlin und Suchý und Vaclík vom FCB. Dann ist einer nach China gegangen. Das ist alles. Brutal gesagt, nicht einmal ganz Tschechien würde für das Kader des FCB genügen.

Beim FCZ Forum hat es einer richtig gesagt: die ausgeliehenen FCB Spieler (Cümart, Hunziker, Itten) sind ja keine Renner in der Super League. Entweder ist die Ausbildung nicht so gut, oder es gibt schlicht keine Talente. Beides kann man Fischer nicht anlasten.

Nun, auch ich gönne Urs Fischer alles gute - und hoffentlich kriegt er die Abfindung, die er ja, so munkelt man ja, schon bekommen sollte, da ja die Optionsbedingung erfüllt wurde, die da wohl wirklich "nur" Meistertitel war.

Im FCZ Forum meinte man auch, er wäre wohl für den FCSG der richtige, war ja auch 8 Jahre dort. Finde ich auch. Oder Rapid Wien, wie man auch schon gehört hat. Wäre mal was anderes und Wien ist eine schöne Stadt.

Er wirkte ja schon etwas angeknackst immer mal wieder. Vermutlich kann er die Kritik, die vor allem der Blick und von Rohr immer wieder geäussert haben, nicht verstehen. So kann er vielleicht ganz froh sein, wenn er den Zirkus los ist.

Es waren ja schon die Spielbesprechungen im Fernsehen nach den CL Spielen, die irgendwo klar machten, dass ein Sportchef Streller kaum Fischer im Amt belassen würde. Die Kritik fand ich aber auch übertrieben. Streller kann schon meinen, man solle mutiger spielen, unter Fink war das auch tatsächlich so. Nur eben- da war das Kader ein anderes.

Ich würde behaupten, auf fast jedem Posten war man wenigstens um etwas besser besetzt als heute. Im Tor mag der Unterschied sehr gering sein, aber gerade im Leader und Kreativitätsbereich schon sehr gross. Alles zusammengerechnet ist das eben sehr viel.

Streller hat nie eine Mannschaft trainiert, Fischer über 13 Jahre. Schade, dass er sich von Streller dort in die Ecke hat drängen lassen. Nur hat er leider wohl das Kader schützen wollen.

Wie auch immer, auch von meiner Seite vielen Dank und alles Gute an Urs Fischer. Der Artikel der Tageswoche gibt das sehr gut wieder:

http://www.tageswoche.ch/de/2017_15/sport/747302/Urs-Fischer-%E2%80%93-besser-als-sein-Ruf.htm

Dagegen haut von Rohr in der Baz noch mal auf die Pauke:
http://bazonline.ch/sport/fussball/die-trennung-von-urs-fischer-ist-logisch-und-richtig/story/28891733#



Danke, Marek, für diese Auflistung und die zwei Links. Der BaZ-Bericht erinnert mich sehr stark an einen User aus dem anderen Forum...
Ich bin neugierig, wie lange Streller für seinen Mut gelobt werden wird, wenn dann der neue Trainer weniger erfolgreich sein sollte.

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Re: Urs Fischer - Trainer des FC Basel (FCB) seit Juni 2015

Beitrag von Quo am Fr Apr 14, 2017 9:34 pm

Admin schrieb:Hier auch nochmal ein interessanter Artikel, indem Urs Fischer dazu Stellung nimmt, wie das ganze abgelaufen ist:

http://www.tageswoche.ch/de/2017_15/sport/747624/Urs-Fischer-%C2%ABAus-meiner-Sicht-ist-das-absolut-schade%C2%BB.htm

Tönt sehr souverän, was Fischer hier von sich gibt. Auch wenn ich einen Teil der Kritik an seinem Fussball (wenig Überraschendes, zu ängstlich, zu wenig Spieler-Rotation) nachvollziehen kann, so denke ich, dass er dank seiner bescheidenen, offenen und ehrlichen Art kaum zwischenmenschliche Probleme mit der Mannschaft hatte - im Gegensatz zu seinen Vorgängern! In meinen Augen wird dieser Aspekt bei der Beurteilung seiner Arbeit viel zu wenig gewürdigt.

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Re: Urs Fischer - Trainer des FC Basel (FCB) seit Juni 2015

Beitrag von Peter am So Apr 23, 2017 10:53 pm

Das mag schon sein. Sicher wurde er unterschätzt und die Jagd auf ihn bei Blick, Baz und einem Teil des fcbforum war angesichts der guten Resultate in den heimischen Wettbewerben schon ungeheuer.

Ich habe mir heute den Spass gemacht und die ersten Beiträge im anderen Forum nach der Verpflichtung von Urs Fischer angesehen. Schon da hat es mehr kritische Stimmen gegeben als jetzt zu Raphael Wicky. Ein User, andreas, hat den Punkt meine ich recht gut getroffen - Fischer schätzte er zu lieb ein.

Und ich denke schon, dass da vielleicht der Punkt ist, sicher, er ist auch vorsichtig, aber vielleicht wäre eine gnadenlosere Rotation nicht falsch gewesen. Und mehr Druck auf den Kessel.

Ich meine, nicht, dass er das gar nicht kann, aber vielleicht einfach zu wenig.

Dass allerdings das Kader nicht das luxuriöseste war, das ist auch klar.

Aber jetzt müssen wir auch erst noch sehen, wie es der neue Sportchef Streller richtet. So einfach wird das auch nicht.

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