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Trainer Marcel Koller

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Trainer Marcel Koller Empty Trainer Marcel Koller

Beitrag von Peter am Mo Feb 03, 2020 12:30 pm

Seit August 2018 ist Marcel Koller Trainer vom FCB. Er übernahm eine Mannschaft, die zuvor in 7 Spielen (2 Meisterschaftsspiele, 2 CL Qualis, 3 Testspiele) nicht gewonnen hat, ja, die Bilanz war desaströs, einzig in Neuenburg schaffte ein unter Alex Frei als Intersimstrainer ein Remis, die anderen Spiele wurden mitunter debakulös verloren wie das 0:5 gegen Feyenoord (YB schlug dieses Team) im Uhrencup, das 1:4 gegen den B-Ligisten Aarau (allerdings spielten wir mit einem B-Team) oder das 0:3 zu Hause gegen Saloniki, das schon unter Alex Frei.

Koller stabilisierte das Team, gegen GC unter Thorsten Fink gelang gleich ein 4:2, man führte dabei 4:0, also ein klarer Sieg. Es folgte in der Folge ein Hin und Her, gute Resultate liessen weniger gute folgen, darunter auch ein Debakel bei YB mit 1:7, auch das Rückspiel zu Hause ging verloren. In der Europa League Quali schlug man zwei Mal Vitesse Arnheim und auch Limassol schlug man zu Hause mit 3:2, vermochte auf einen Rückstand zu reagieren. Aber das Rückspiel auf der Insel ging mit 0:1 verloren und so schied man aus, zum ersten Mal seit es in der EL resp. im UEFA Cup eine Gruppenphase gibt, schon vor dieser aus. 2005 ab es die erste Gruppenphase.

Man war zur Winterpause knapp auf Rang 2, aber die Rückrunde lief schon viel besser. Mit nur einem Punkt weniger als YB hatte man nun klar den zweiten Platz inne, mit klarem Rückstand auf YB, das mit 91 Punkten den Rekord von Urs Fischer gleich um 5 Punkte übertraf. In den Direktbegegnungen holte man diesmal zu Hause einen Punkt, in Bern gab es dann aber ein 1:3, das Resultat fiel deutlich geringer aus als es das Spiel war, so wurde geschrieben.

Der Cup wurde gewonnen, das Losglück vermied dieses Jahr eine Direktbegegnung mit YB, das gegen Luzern verlor und dieses wiederum unterlag den eigentlich nicht so starken Thuner - typisch Cup eben. Ein nicht sonderlich guter Final war es, mit einem 2:1 Sieg für uns, sicher verdient, aber glanzlos. Zuvor haben wir aber auswärts Sion 4:2 n.V. geschlagen und den FCZ 3:1. Damit war der Cupsieg sicher nicht gestohlen.

Man konnte also ein positives Fazit ziehen, aber Sportchef Streller wollte trotzdem nicht mit Koller weitermachen. In einer peinlichen Posse, die es so schon lange nicht mehr gab und unter Heusler, Oeri oder Jäggi undenkbar wäre, wurde Koller zuerst schon entlassen, dann aber wurde auf Burgeners Geheiss der Entscheid rückgängig gemacht und Streller war dann in der Folge derjenige, der ging, auf eigenen Wunsch, wie er sagte.

Die Meisterschaft begann mit einem 4:1 in Sion gut, zeitweise war man Tabellenführer, erreichte in Bern ein Remis und gewann zu Hause 3:0. Im Europacup gelang es diesmal schon in der CL Quali sich zumindest die EL Gruppe zu sichern, da man Eindhoven eliminieren konnte, mit Glück, aber immerhin. Dann schied man zwar gegen LASK Linz aus, aber in der EL Gruppe schlug begann man mit einem 5:0 gegen das russische Krasnodar, fulminant, schlug in der Folge zweimal die Spanier aus Getafe und wurde Gruppensieger mit der besten Bilanz einer jemals erreichten Gruppenphase.

Doch es ab auch Rückschläge, so gab es vier Niederlagen, Eine gegen St.Gallen zu Hause, diese allerdings mit einem B-Team vor dem kapitalen Eindhoven Spiel. Dann aber Niederlagen in Genf, Zürich und Luzern, wo die Mannschaft uninspirierten und unmotivierten Eindruck hinterliess. Das kostete die Tabellenführung, auch wenn YB selbst nicht so unbestechlich spielt wie letzte Saison. Ärgerlich vor allem Sperren wegen unnötigen roten Karten, Kapitän Stocker fehlte deshalb auch die beiden kapitalen Spiele gegen YB und St.Gallen jetzt. Einige Verletzte gibt es auch.

Nun verlor man in der Rückrunde sowohl in Bern als auch gestern zu Hause gegen St. Gallen. Im fcbforum geht es deftig zu, die meisten verlangen den Rücktritt Kollers. Auch Karli Odermatt rundet das Bild ab, indem er öffentlich Vorwürfe an den Trainer adressiert, warum er Ademi einsetzt, wo dieser völlig ausser Form sei. Viele Fans kritisieren Kollers zu konservative festhalten an erfahrenen Spielern, obwohl diese nicht in Form sind. Junge würde auf der Bank oder Tribüne versauern, auch in diesem Zusammenhang wird Okafors Abgang zu Red Bull Salzburg gesehen, was vielen Fans sauer aufstösst. Doch der Sonntagsblick schreibt, Salzburg sei halt mittlerweile der Klub mit besseren Perspektiven.

So gibt es nun viele Fragen, wie es weiter geht. Die Stimmung im FCB Forum scheint eindeutig, die Presse sieht es eher so, dass jetzt noch keine Schritte zu erwarten sind.

Meiner Meinung sollte man dringend das Kader verstärken, es braucht Führungspersönlichkeiten.

Was Koller anbelangt, so habe ich nachgeschat, wie es damals im 2003 war, als er als Titelverteidiger bei GC freiwillig zurücktrat - er hatte nach 12 Runden eine Bilanz von 3-1-8, letzter Tropfen war ein 1:2 beim späteren Absteiger Wil. Ein gewisser Carlos Bernegger übernahm dann interimistisch und schlug im Cup den FCB. Im Final verlor dann allerdings GC abermals gegen Wil mit 2:3. Dann glaube ich schon mit Trainer Alain Geiger.

So schlecht stehen wir derzeit nicht, aber wir müssen eine Abstiegsspirale befürchten. Der Vorstand ist nicht zu beneiden, was nun in dieser Situation zu tun ist. Hoffen, dass die Verletzten zurückkehren und es wieder aufwärts geht? Oder muss man zur Einsicht kommen, dass der Trainer die Mannschaft nicht mehr erreicht, sie vielleicht sogar gegen ihn spielt?

Es gab ja diese Situation im Herbst 2018, ale es eine Spielerrevolte gab, und einige Spieler bei Burgener vorstellig geworden sind. Schwer einzuschätzen, was davon zu halten ist. Jedenfalls gewann der Trainer den Machtkampf, Serey Die musste gehen und Frei gab Ende Saison die Kapitänsbinde ab. Aber auch diese Situation sprach nicht für den Trainer, aber auch nicht für Streller und Heri, die es eigentlich kraft Ihrer Ämter hätten nicht soweit eskalieren lassen sollen. Dass man in Pratteln bei Burgener aufkreuzte, gab der Sache dann zusätzliches Gewicht und konnte auch die Ursache sein, dass es an die Öffentichkeit geriet. Burgener liess später verlauten, er hätte Zeitdruck gehabt, weil er ins Ausland fliegen sollen. Auch hier zeigt sich der Aspekt eines Präsidenten im Nebenamt in Kombination mit Managern, die offenbar von den Spielern nicht als relevante Instanzen gesehen werden.

Viele Fragen stellen sich rund um das Kader. Und ja, es fehlt an der Breite.

Der Vorstand ist also in einer schweren Situation, wo er die Hebel ansetzen wollte. Auch Burgener muss sich hinterfragen, ich meine, er sollte sich überlegen, ob er nicht verkaufen möchte. Andernfalls habe ich schon im anderen Forum die Hoffnung ausgedrückt, er möge sich doch bitte mit Heusler und Heitz beraten.

Denn das Mindestziel, sich europäisch zu qualifizieren, kann man das erste Mal nach zwei Jahrzehnten auch verpassen, wenn es weiter abwärts geht, denn der FCZ und Servette sind bedrohlich nahe. Falls also nicht schon diese Woche was passiert, dann wird das Spiel beim FCZ zum Schicksalsspiel. Verlieren wird da erneut, wird es heiss, denn vier Meisterschaftsspiele in Serie verloren zu haben, das gab es zuletzt wohl nur unter Jörg Berger, wenn nicht die fünf Niederlagen unter Urs Siegenthaler zu Beginn der Abstiegssaison der Minusbenchmark ist

Peter
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